Tagesmutter - ich?

Schnuppi-Puppi ist nun bald neun Monate alt - wie die Zeit vergeht. Nun, die Tatsache, dass mein Kleiner bald ein Jahr alt wird stellt mich vor die Frage wie es bei  mir jobtechnisch weitergeht. Elternzeit hätte ich noch bis er drei wird, aber sobald er 12 Monate alt ist läuft das Elterngeld aus. Nun, beim Kind bleiben ist schön, aber so ganz ohne Einkommen? Möchte, bzw kann nicht jede Mama. So war ich halt gestern bei einem Infoabend zum Tagesmutterkurs. Mittlerweile muss man sich ja zertifizieren lassen, wenn man Tagesmutti werden möchte. Die Zertifizierung dauert 160Std und geht über ein Jahr. Der Kurs findet einmal in der Woche abens und an einigen Samstagen statt. Die Kosten liegen bei etwa 300 Euro, teilweise werden sie zur Hälfte oder sogar ganz übernommen.

Gefordert wird mittlerweile eine ganze Ecke mehr von einer Tagesmutter als nur auf die Kinder aufzupassen, am Besten soll sie das Kind fördern und alle Aufgaben erfüllen, die Erzieher auch übernehmen, nur halt in ihren Räumlichkeiten.
Die Entlohnung ist abhängig davon wo man lebt, in Emmerich sind das vier Euro pro Kind/Stunde. Und in den vier Euro ist das Essen mit eingerechnet.
Das steht meiner Meinung nach in keinster Relation zu der Verantwortung der sich eine Tagesmutter stellen soll und der an sie gestellten Erwartungen.

Entweder das Geld ist einem egal und man macht diesen Job aus Berufung oder man holt sich fünf Kinder ins Haus und hofft, dass unterm Strich was über bleibt, immerhin kommen wohl auch noch Kosten wie Versicherung dazu.

Schade, dass in Deutschland soviel darüber diskutiert wird, dass sich an der Betreuungssituation was ändern soll und dass man das Thema so angeht.

Nun ja, ich werde mir bei einem zweiten Termin noch einige Fakten nennen lassen, aber begeistert bin ich von den Konditionen nicht.
Hinzu kommt, dass ich aus dem technischen Bereich komme und sachlich veranlagt bin. Sprich, wenn ich eine Fortbildung besuche erwarte ich Fakten, Fakten, Fakten, am liebsten in Form von Frontalunterricht. Small talk über Themen die andere/mich nicht interessieren und oder nichts angehen liegt mir nicht. Leider ist das bei vielen Damen anders und so bin ich mir nicht sicher, ob ich die nötige Sozialkompetenz besitze so einen Kurs abzuschließen ohne einigen, extrem redseligen Damen an die Gurgel zu springen, weil sie durch ihr blabla die Dauer der "Unterrichtseinheit" von zwei auf vier Stunden aufblähen ohne inhaltlich etwas beizutragen.

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